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2.9.2010 von HB.
Donnerstags ist in Inca wegen des Markttags immer die Hölle los. Die Parkplätze sind knapp und darum vermutet meine Begleiterin, dass es dann auch im „Es Ginebró“ kaum noch freie Plätze geben wird. Doch als wir eintreten, sitzen nur zwei junge Herren drin und wir haben freie Auswahl.
Das Ambiente ist eher schlicht. An den Wänden hängen Fotos von Ökobauern und Pflanzen aus Lateinamerika und vom spanischen Festland. Auch die restlichen Tische waren dann schnell gefüllt. Die Bedienung war sofort zur Stelle und ratterte etwas undeutlich die drei Menü-Vorschläge herunter. Nachdem wir uns entschieden haben, serviert sie selbst gebackenes Vollkornbrot, Olivenöl, Salz und ein Schälchen mit wundervoll aromatischen schwarzen Oliven. Der Salat mit Tomaten und gerösteten Champignons ist frisch zubereitet, ebenso die Avocado-Creme- Suppe, an deren Geschmack man sich jedoch gewöhnen muß. Als Vorspeise gibt es Bulgur, der angereichert wurde mit getrockneten Früchten wie Datteln, Aprikosen und Feigen. Der weiße Butibalausi, ein mallorquinischer Ökowein aus Algaida, passt wundervoll dazu. Die Hauptspeise ist eine Gemüsesuppe, bestehend aus Shitake-Pilzen, Bohnen, Kartoffeln und Tomaten. Als Dessert waren Apfel- und Käsekuchen im Angebot. Wir entschieden uns für die einfache Variante Käsekuchen sowie Käsekuchen mit Zitronencreme. Dazu gab es einen sehr milden aber wohlschmeckenden Cortado.
Das Restaurant wird vorwiegend von einheimischen Insidern besucht. Der Besitzer, Juan Coll Rayó, betreibt es seit 2003 in der Nähe des Bahnhofs von Inca (Calle Bisbe Llompart 119, Telefon: 971 50 02 09) mit Leidenschaft. Fast alle Produkte pflanzt er in seinem Garten selber an und lässt sie von Experten prüfen. Auf diese Weise erhielt er das bisher einzige offizielle Zertifikat für ein Öko-Restaurant. Der Preis von knapp über 30 Euro für das Menü geht in Ordnung.
Ambiente: einfach; Service: schnell; Punkte: 5 von 10.
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