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16.6.2010 von HB.
(mallorcabil.de). Vom Hotel Formentor sind es noch 18 Kilometer bis zum Ziel – dem Cabo Formentor. Dort, in einer Höhe von 260 Metern, fällt der schneeweiße Leuchtturm inmitten der tiefblauen Wassermassen geradezu ins Auge. Wer es mit dem Auto, Rennrad oder Mountainbike bis hier her geschafft hat, legt gern eine entspannende Pause ein. Im Turm hat sich ein Cafe etabliert und von den Terrassen können die Besucher bei Wein und Bier den phantastischen Rundumblick genießen.
Geht es nach der spanischen Regierung, soll dieses architektonische Kleinod nicht der einzige von den insgesamt sechzehn Leuchttürmen auf Mallorca bleiben, der privat genutzt wird. Dazu hat sie einen Entwurf zur Änderung des Hafengesetzes vorgelegt. Danach ist unter Anderem auch die kommerzielle Nutzung möglich und die Türme, in den sich Bars, Restaurants und Hotels niederlassen, könnten sich zu neuen Touristenmagneten entwickeln. Auch als Traumimmobilie wären sie geeignet. Bisher dürfen die Türme und deren Gebäude nur für die Sicherheit in der Seefahrt genutzt werden. Derzeit werden nur noch fünf Leuchttürme bewohnt: Portocolom, Punta de l’Avançada (Pollença), Capdepera, Cala Figuera (Calvià) und Cap Gros (Sóller). Doch deren Wärter gehen bald in Rente.
Nicht alle Inselpolitiker sind von dem Gesetzentwurf begeistert, weil ne¬ben der kommerziellen Nutzung der Leuchttürme auch die subventionierten Hafengebühren für Frachter und Fähren auf den Balearen gestrichen werden sollen. Dadurch würden die Kosten für viele Waren steigen. Schließlich fanden auch Umweltschützer ein Haar in der Suppe- sie protestieren gegen eine „versteckte Privatisierung der Küstenzone“.
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